21.01.26

Sind Sie eigentlich ein Fakeportal? Woran erkenne ich fake Ferienhäus

Sind Sie eigentlich ein Fakeportal?  Woran erkenne ich fake Ferienhäuser?

Persönliche Gedanken zur sicheren Ferienhausbuchung im Internet

Diese Frage wird mir tatsächlich manchmal gestellt – am Telefon oder per E-Mail.
„Sind Sie ein echtes Portal oder auch so ein Fakeangebot im Internet?“

Ich muss dann oft schmunzeln. Nicht, weil die Frage unberechtigt wäre, sondern weil sie zeigt, wie sehr sich die Art, Ferienhäuser zu buchen, verändert hat. Die Auswahl ist riesig, die Angebote sind überall und gleichzeitig wächst die Unsicherheit. Genau deshalb möchte ich hier ein paar Gedanken aus der täglichen Praxis teilen. 

 

 

 

Warum Fakeangebote heute so überzeugend wirken und wie erkenne ich unseriöse Ferienhausangebote?

Die Zeiten schlecht gemachter Betrugsanzeigen sind vorbei. Viele unseriöse Angebote wirken heute professionell, freundlich und auf den ersten Blick absolut vertrauenswürdig. Meist folgen sie einem ähnlichen Muster.

Oft beginnt es mit einem Preis, der sofort begeistert. Ein schönes Ferienhaus, gute Lage, vielleicht sogar Meerblick  und das zu einem erstaunlich günstigen Tarif. Gerade in beliebten Urlaubsregionen lohnt es sich, bei solchen „Traumpreisen“ kurz innezuhalten.

Hinzu kommt häufig Zeitdruck. Aussagen wie „sehr gefragt“, „nur noch heute verfügbar“ oder „bitte schnell entscheiden es gibt noch einen anderen Interessenten“ sind keine Seltenheit. Sie erzeugen das Gefühl, sofort handeln zu müssen und lassen wenig Raum für einen zweiten, kritischen Blick.

Nicht zuletzt spielt auch die scheinbare Nähe eine Rolle. Freundliche Mails, persönliche Anreden oder Sprachnachrichten. Das wirkt vertraut, bleibt aber oft vage, sobald es um konkrete Fragen geht: Adresse, Vertrag, Schlüsselübergabe oder Zahlungsweise.

Sätze, bei denen man aufmerksam werden darf

Bestimmte Formulierungen begegnen mir immer wieder und sie sollten zumindest ein kurzes Nachdenken auslösen:

„Der Vertrag folgt später, das ist hier üblich.“

„Die Schlüssel bekommen Sie vor Ort, das regelt sich.“

„Das Buchungsportal funktioniert gerade nicht, schreiben Sie mir privat.“

„Zahlen Sie gleich an, es gibt noch andere Interessenten“

All das kann harmlos sein. Seriöse Anbieter erklären solche Punkte jedoch ruhig, nachvollziehbar und ohne Druck.

Wenn Anonymität zum Risiko wird

Je größer und anonymer eine Buchungsplattform ist, desto schwieriger wird es, jedes einzelne Angebot wirklich zu prüfen. Vieles läuft automatisiert, Ansprechpartner wechseln, Rückfragen werden standardisiert beantwortet. In diesem Umfeld haben es unseriöse Anbieter leider besonders leicht, kurz aufzutauchen und ebenso schnell wieder zu verschwinden.

Viele Reisende berichten im Nachhinein, dass sie niemanden wirklich greifen konnten: keine feste Ansprechperson, keine klare Verantwortung, nur ein System. Ein leiser, aber entscheidender Unterschied

Ein zusätzlicher Orientierungspunkt ist die CIN-Nummer. In Italien müssen alle Ferienunterkünfte offiziell registriert und erhalten diese Kennnummer. Bei seriöse Anbieter ist die CIN-Nummer Teil der Informationen zum Angebot. Wer möchte, kann eine angegebene CIN-Nummer sogar selbst überprüfen. Über das Ministero del Turismo lässt sich nachvollziehen, ob eine Unterkunft registriert ist. https://bdsr.ministeroturismo.gov.it/ricerca-cin Das ersetzt kein persönliches Gespräch, kann aber gerade bei anonymen Inseraten ein beruhigender zusätzlicher Schritt sein.

Ich sage nicht: groß ist schlecht und klein ist gut. Aber ich sage: Persönliche Betreuung schafft Sicherheit.

Ob bei einer spezialisierten Ferienhausvermittlung wie Maremonti oder bei anderen vergleichbaren Anbietern, entscheidend ist, ob jemand die Unterkünfte wirklich kennt, erreichbar ist und Fragen konkret beantworten kann.

Gerade in Ligurien machen oft Details den Unterschied: Wie steil ist der Weg zum Haus? Wie nah ist der Strand tatsächlich? Wie lebendig ist der Ort in der Hauptsaison? Das sind Informationen, die keine Datenbank liefert sondern nur Erfahrung.

Ein persönlicher Gedanke zum Schluss

Wenn Sie bei einem Angebot ein ungutes Gefühl haben, nehmen Sie es ernst.
Wenn jemand Sie drängt, treten Sie einen Schritt zurück.
Wenn Antworten ausweichend bleiben, dürfen Sie weiterfragen oder sich neu orientieren.

Ein Ferienhaus ist kein anonymer Klick. Es ist Ihr Zuhause auf Zeit.

 

 

Und falls Sie unsicher sind: Ich berate immer gern. Denn aus meiner Erfahrung ist eine ruhige, ehrliche und kompetente Beratung der beste Indikator dafür, dass ein Angebot wirklich real ist. Wo man sich Zeit für Ihre Fragen nimmt, transparent bleibt und auch einmal abrät, beginnt oft schon der gute Urlaub.

 

 

 

 

Hier nochmal in Kurzfassung! Sieben sichere Zeichen für echte Ferienhausangebote

1. Es gibt einen erreichbaren Ansprechpartner
Eine reale Telefonnummer, feste E-Mail-Adresse und jemand, der Rückfragen ruhig und konkret beantwortet.

2. Die Beschreibung ist detailliert, nicht nur schön
Gute Angebote nennen Lage, Umgebung, Entfernungen und auch kleine Einschränkungen. Perfektion ohne Details ist selten echt.

3. Der Preis ist nachvollziehbar
Er passt zur Region, zur Saison und zu vergleichbaren Unterkünften. Extreme Schnäppchen sind meist kein Glücksfall.

4. Fragen sind willkommen, sie fühlen sich beraten
Seriöse Anbieter reagieren nicht genervt, sondern erklären gern auch mehrmals.

5. Klare Abläufe bei Vertrag & Zahlung
Ein verständlicher Mietvertrag, transparente Zahlungsbedingungen und keine ungewöhnlichen Zahlungswege.

6. Schlüsselübergabe ist konkret geregelt
Wer? Wo? Wie? Gute Anbieter können das klar beantworten ohne „das regelt sich schon“.

7. Kein Zeitdruck
Echte Ferienhäuser brauchen keine Drängerei. Wenn Sie in Ruhe entscheiden dürfen, ist das ein sehr gutes Zeichen.

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